Kurzdefinition: In der ITU-Nomenklatur bezeichnet das S-Band den Mikrowellenbereich von 2 bis 4 GHz. Das entspricht einer mittleren Wellenlänge von ungefähr 10 cm.
Frequenzbereich und Anwendungen
Das S-Band wird in der Mikrowellentechnik und bei Radaranwendungen verwendet. Im Bereich zwischen 2 GHz und 4 GHz liegen unter anderem Frequenzen für mobile Kommunikationssysteme, mobile Satellitensysteme, WLAN, Bluetooth und Radarsysteme.
Auch in der Satellitenübertragung spielt dieser Bereich eine Rolle. Bei etwa 2 GHz kann er für den Downlink mobiler Satellitendienste eingesetzt werden, beispielsweise bei MEO- und LEO-Satelliten.
| Bezeichnung | Bereich | Typischer Kontext |
|---|---|---|
| ITU-S-Band | 2–4 GHz | Mikrowellen, Radar und Funktechnik |
| Ältere deutsche Einteilung | 2,6–3,95 GHz | Historische Frequenzbandbezeichnung |
| Satellitenfunk | 2,7–3,5 GHz | Spezieller Abschnitt für Satellitenverbindungen |
Optisches S-Band
Die Bezeichnung S-Band wird außerdem in der optischen Übertragungstechnik verwendet. Beim Wellenlängenmultiplex liegt das optische S-Band ungefähr zwischen 1.460 nm und 1.530 nm.
Dieser Bereich gehört zum zweiten Telekommunikationsfenster und ist für die CWDM-Technik relevant. Die optische Bezeichnung darf dabei nicht mit dem gleichnamigen Mikrowellenbereich verwechselt werden: Beide Bereiche tragen denselben Namen, beziehen sich aber auf unterschiedliche Frequenz- beziehungsweise Wellenlängenbereiche.