Displays · Grundlagen

Bildschirm

Ein Bildschirm wandelt elektrische Signale in sichtbare Informationen um. Displaytechnik, Auflösung, Farbraum und Ansteuerung bestimmen, wie klar und zuverlässig Inhalte erscheinen.

Deutsch: BildschirmEnglisch: display
Mehrere moderne Bildschirme als Beispiel für Displaytechnik bei IT Wissen

Ein Display ist die optische Anzeige eines Sichtgeräts. Es macht Informationen sichtbar und bildet damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Grundlage ist die Umwandlung elektrischer in optische Signale.

Nach der Art der Darstellung lassen sich Displaytechniken grundsätzlich in emittierende und reflektierende Systeme einteilen. Die Grenzen können bei modernen Geräten fließend sein, denn viele Displays kombinieren eine bildgebende Schicht mit einer eigenen Beleuchtung.

Text- und grafikorientierte Darstellung

Ein Bildschirm kann Text, Grafik oder beide Darstellungsformen kombinieren. Neben Zeichen aus einem definierten Zeichenvorrat lassen sich individuelle Symbole, Bilder, Benutzeroberflächen und Bewegtbild darstellen.

Bei einer zeilenweisen Darstellung im Progressive Scan wird jedes Vollbild der Reihe nach aufgebaut. Die Ausgabe kann monochrom oder farbig erfolgen. Der darstellbare Farbumfang hängt unter anderem vom Farbraum, von der Paneltechnik, der Signalverarbeitung und der Kalibrierung ab.

AuflösungDie Bildschirmauflösung bezeichnet die Anzahl der horizontal und vertikal darstellbaren Bildpunkte.
FormatDas Bildseitenverhältnis beschreibt das Verhältnis von Breite zu Höhe, etwa 16:9.
GrößeDie Bildschirmdiagonale wird von einer Ecke zur gegenüberliegenden Ecke gemessen.
KontrastDer Kontrast beschreibt den Helligkeitsunterschied zwischen hellen und dunklen Bildbereichen.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Für gute Ablesbarkeit sind ausreichender Kontrast, geringe Reflexionen, Flimmerarmut und ein passender Betrachtungswinkel wichtig. Auch eine anpassbare Position und ein angemessener Abstand unterstützen komfortables Arbeiten.

Bildformate und Auflösung

Frühe Computerbildschirme verwendeten häufig das Format 4:3. Bei heutigen Monitoren und Fernsehgeräten ist 16:9 weit verbreitet; daneben kommen breitere Formate zum Einsatz. Das Format allein sagt jedoch nichts über die Detailgenauigkeit aus: Entscheidend sind auch Auflösung, Pixeldichte, Panelgröße und Betrachtungsabstand.

Die technische Qualität der Farbdarstellung hängt nicht nur vom Computer und seiner Grafikkarte ab. Auch Display, Verbindung, Farbprofil und Inhalte müssen den gewünschten Farbumfang unterstützen.

Die verschiedenen Bildschirmtechniken

Der klassische analog angesteuerte Monitor nutzte eine Kathodenstrahlröhre (CRT). Moderne Geräte sind überwiegend digitale Flachbildschirme. Zu den bekannten Techniken zählen LCD, TFT, LED und OLED. Historische oder spezialisierte Ansätze sind unter anderem VFD, EL, SED, LEP, FLCD und LCoS.

Bei LCD-Geräten modulieren Flüssigkristalle das Licht einer Hintergrundbeleuchtung. OLED-Pixel erzeugen ihr Licht dagegen selbst. Reflektierende Verfahren wie E-Paper arbeiten bei Umgebungslicht besonders energiesparend und eignen sich für überwiegend statische Inhalte.

Analoge und digitale Ansteuerung

Bei einer analogen Verbindung werden digitale Bilddaten der Grafikkarte zunächst in analoge Signale umgewandelt. Ein digitales Display muss diese anschließend wieder digitalisieren. Mehrfache Umwandlungen können die Bildqualität beeinträchtigen.

Eine digitale Übertragung leitet die Bilddaten über eine digitale Schnittstelle direkt an das Display. Zu den Grundlagen entsprechender Übertragungswege zählen PanelLink und TMDS. TMDS wurde unter anderem bei DVI eingesetzt. Weitere Schnittstellen aus der Entwicklungsgeschichte sind DFP, PnD und GVIF.

Ein Display sinnvoll einordnen

Vier Merkmale helfen dabei, Technologien und Geräte unabhängig von Werbebezeichnungen zu vergleichen.

Darstellungsprinzip prüfen

Erzeugt das Display selbst Licht, moduliert es eine Beleuchtung oder reflektiert es Umgebungslicht?

Bildparameter vergleichen

Auflösung, Pixeldichte, Format, Kontrast und Farbraum gemeinsam betrachten.

Einsatz berücksichtigen

Arbeitsplatz, Bewegtbild, Außenbereich und statische Anzeigen stellen unterschiedliche Anforderungen.

Schnittstelle abgleichen

Quelle, Übertragungsweg und Display müssen Auflösung, Bildrate und Farbsignal unterstützen.

Häufige Fragen zu Bildschirmen

Was ist der Unterschied zwischen Bildschirm und Display?

Die Begriffe werden häufig gleichbedeutend verwendet. „Display“ bezeichnet allgemein eine optische Anzeige, während „Bildschirm“ im Deutschen oft für größere Anzeigen an Computern, Fernsehgeräten oder mobilen Geräten steht.

Was bedeutet emittierendes Display?

Ein emittierendes Display erzeugt das sichtbare Licht in seinen Bildelementen selbst. OLED ist ein verbreitetes Beispiel.

Ist ein LCD-Display reflektierend?

Flüssigkristalle leuchten nicht selbst. Viele LCD-Geräte verwenden eine Hintergrundbeleuchtung und arbeiten transmissiv; spezielle LCD-Ausführungen können reflektierend oder transflektiv ausgelegt sein.

Welche Angaben bestimmen die Bildschärfe?

Auflösung, Bildschirmgröße und Betrachtungsabstand wirken zusammen. Aus Auflösung und Größe ergibt sich die Pixeldichte.

Warum ist der Farbraum wichtig?

Der Farbraum legt fest, welchen Bereich sichtbarer Farben ein Display reproduzieren kann. Eine korrekte Darstellung setzt zusätzlich passende Inhalte, Profile und Einstellungen voraus.

Welche Eigenschaften verbessern die Ergonomie?

Geringe Spiegelungen, ausreichender Kontrast, Flimmerarmut, passende Helligkeit sowie eine flexible Höhen-, Neigungs- und Abstandseinstellung unterstützen komfortables Arbeiten.