Grundlagen
Was ist BPEL?
Die Business Process Execution Language, kurz BPEL oder WS-BPEL, ist eine XML-basierte Sprache zur Beschreibung und Ausführung von Geschäftsprozessen. Sie legt fest, wie mehrere Webservices in einer definierten Reihenfolge zusammenarbeiten.
Ein BPEL-Prozess beschreibt dabei nicht nur einzelne Aufrufe, sondern auch die Kommunikation mit beteiligten Geschäftspartnern. Schnittstellen, Nachrichten und Dialogschritte können so in einem nachvollziehbaren Ablauf zusammengeführt werden.
BPEL entstand aus frühen Vorschlägen von IBM und Microsoft und wurde anschließend im Umfeld von OASIS weiterentwickelt. Die Sprache steht in engem Zusammenhang mit XML, Webservices und Standards für die technische Prozessintegration.
Zu den zentralen Aufgaben gehören das Aufrufen und Verknüpfen von Diensten, die Beschreibung von Prozesslogik und Zuständen sowie die Korrelation eingehender Nachrichten mit einer laufenden Prozessinstanz. Ebenso lassen sich Fehlerbehandlung, Unterbrechungen, Beendigungen und wiederverwendbare Prozessbausteine modellieren.
In der Praxis dient BPEL damit vor allem der Orchestrierung: Ein zentral beschriebener Prozess koordiniert verschiedene Dienste, während die jeweiligen Systeme ihre eigenen Aufgaben über definierte Schnittstellen ausführen.